BEAVERTON Mit sechs neuen Signalgeneratoren will Tektronix neue Maßstäbe bei Bedienbarkeit und Leistung setzen. Ein kostenloses PC-Softwaretool hilft bei der Erzeugung und Weiterverarbeitung der Signale.
Die sechs Modelle der Serie AFG3000 lassen sich sowohl als Funktions- wie auch als Arbiträrgenerator einsetzen. Dabei erzeugen sie je nach Ausführung Sinussignale bis zu einer Frequenz von 240 MHz; die Abtastrate für Arbiträrsignale erreicht maximal 2 Gigasamples je Sekunde. Die Frequenzstabilität der Taktsignale liegt bei hervorragenden 1 ppm.
Mit dem kostenlosen PC-Softwarepaket ArbExpress 2.0 lassen sich arbiträre Signalformen erzeugen. Außerdem erfasst die Software die Messsignale aller gängigen Tektronix-Oszilloskope und übergibt die Signaldaten ohne umständliches Konvertieren an die Analysesoftware MatLab.
Besonders stolz ist man bei Tektronix auf die leichte Bedienbarkeit, die sich allerdings nicht in den technischen Daten niederschlägt. Jedenfalls hoffen die Produktverantwortlichen, dass die neuen Generatoren – im Gegensatz zu vergleichbaren Geräten, die bereits installiert sind – nicht nur gelegentlich genutzt werden, sondern im Mittelpunkt der Laborarbeit stehen werden. Die schnelle, eingängige Arbeit mit den Geräten werde die Entwicklertätigkeit beschleunigen und sich wohltuend auf die Time-to-Market auswirken, verspricht der Hersteller. Dazu soll auch das in dieser Klasse unüblich große LC-Display beitragen.
Kern der neuen Produkte und Basis für deren breites Funktionsspektrum ist ein ASIC, das von Tektronix als 'Generator-on-a-Chip' bezeichnet wird. Der Baustein enthält den Frequenzsynthesizer und einen 14-Bit-D/A-Umsetzer, der Abtastraten bis 2 GSamples/s zulässt. Ebenfalls integriert sind die Schaltkreise für die Synchronsiation mehrerer Kanäle, ein laut Tektronix in dieser Klasse unübertroffen großer Speicher für arbiträre Signale, ein Funktionsgenerator sowie ein Impulsgenerator mit einstellbarer Periodendauer und Flankensteilheit, wobei ansteigende und abfallende Flanken separat geregelt werden könne. Außerdem enthält der Chip eine Modulationsquelle, einen Rauschgenerator, eine Wobbelstufe und eine Schaltung zum Erzeugen von Signalbursts.
Der hohe Integrationsgrad des ASIC ist auch geichzeitig der Schlüssel zu einem besonders günstigen Preis-Leistungsverhältnis – laut Tektronix bieten die neuen Generatoren Kosteneinsparungen um bis zu 75 Prozent im Vergleich zu ähnlichen Generatoren.
Mit den Modellen am oberen Ende des Sechser-Spektrums wendet sich Tektronix an Entwickler von Hochleistungsprodukten in den Bereichen Video-, Computer- und Nachrichtentechnik. Die anderen Modelle sind für Labors an Hoch- und Fachhochschulen vorgesehen; außerdem kann sich Tektronix den Einsatz der Geräte bei der Entwicklung von Geräten der Unterhaltungselektronik, Automobilelektronik und Medizintechnik vorstellen. Der Preis für die Basiskonfiguration rangiert je nach Modell zwischen 1510 und 7230 Euro.