MÜNCHEN Mit neuen Hochleistungsoszilloskopen will Tektronix messtechnische Aufgaben in Bereichen unterstützen, die bisher wegen ihrer kurzen Signale oder hohen Bandbreiten für Oszilloskope nicht oder nur schwer zugänglich waren.
Die Geräte der Serie DPO7000 sollen vor allem Messungen an Embedded Systemen mit extrem schnellen Signalen ermöglichen. Die Erfassung von Spannungs- und Stromverläufen in der seriellen Datenübertragung, der Videosignalverarbeitung und der Leistungselektronik stehen dabei im Mittelpunkt des Einsatzgebiets der neuen Highend-Messgeräte. Mit einer extrem großen Speichertiefe von 100 MByte auf allen vier Kanälen und Bandbreiten je nach Ausführung bis zu 2,5 GHz positioniert Tektronix die neuen Modelle als Arbeitspferd für schwierige messtechnische Aufgaben.
Die Geräte nutzen die von Tektronix entwickelte 'Digital Phosphor'-Technik, die durch die parallel ablaufende Verarbeitung der Eingangssignale und deren Abspeicherung eine nahezu lückenlose Überwachung und Aufzeichnung der Signalquelle gestatten soll. Damit sollen die neuen Oszis mindestens 250 000 Wellenzüge pro Sekunde und Kanal erfassen können. Die Analog-Digital-Wandler im Eingang des Geräts sind in Gallium-Arsenid-Technik ausgeführt und in der Lage, bis zu 10 Gigasamples pro Sekunde durchzuführen.
Zur Standardausstattung gehören Triggermöglichkeiten für die verbreiteten Bussysteme I2C, SPI und RS 232, optional auch für den CAN-Bus. Damit lassen sich zeitkorrelierte Messungen an Bussystemen und gezieltes Triggern auf CAN-Datenpakete durchführen.
Die Messgeräte sind mit einem 12-Zoll-Flachdisplay ausgestattet und bieten dem Benutzer einen ungewöhnlich hohen Komfort. So lassen sich userspezifische Feature-Profile erstellen und entweder im Gerät selbst oder in einem externen USB-Stick ablegen.
Zu den Oszilloskopen gehört eine neue Generation von Tastköpfen mit Tektronix' bidirektionalem TekVPI-Interface. Per Knopfdruck am Tastkopf öffnet sich ein Bildschirmmenü, das alle wichtigen Parameter des entsprechenden Tastkopfs anzeigt und die Einstellungen unterstützt.
Die DPO7000-Familie umfasst zunächst drei Modelle. Die Einführungspreise liegen zwischen 12 600 und 23 300 Euro. Damit, so Tektronix, kosten die neuen Geräte trotz ihrer höheren Leistung 15 Prozent weniger als ihre Vorgänger.