MÜNCHEN Weit über die Möglichkeiten bisheriger Mittelklasse-Oszilloskope hinaus gehen die Möglichkeiten der neuen Tektronix-Familie DPO4000: Mit den Geräten lassen sich viele Analysefunktionen durchführen, die bisher Signalanalysatoren vorbehalten waren.
Mit dem 'Wave Inspector' hat Tektronix den DPO4000-Geräten ein Tool spendiert, das die Darstellung von digitalen Daten gegenüber verbessert. Gleichzeitig erleichtert es dem Bediener die Navigation durch große Mengen gespeicherter digitaler Daten, es hilft sie zu interpretieren und zu analysieren. Bitmustertrigger und Protokolldecodierung sind weitere Merkmale, die die Geräte für den Einsatz in digital dominierten Umgebungen prädestinieren, wo es nicht nur um die Erfassung der physikalischen Signaldimension geht, sondern auch um deren Interpretation, etwa bei der Fehlersuche. Vor allem bei Messungen an Datenbussen in Embedded Systemen sind solche Funktionen geeignet, die Produktivität drastisch zu erhöhen.
Dabei sind die Geräte mit einer Tiefe von 14 cm relativ klein; groß ist daran eigentlich nur das XGA-Display mit seiner Diagonale von 10,4 Zoll (26,4 cm). Das Gerät besitzt einen internen Speicher mit einer Kapazität von 10 MByte für Signaldaten. Hier einen bestimmten Schaltvorgang wiederzufinden ist ohne eine Einrichtung wie den Wave Inspector kaum möglich.
Die Serie DPO4000 umfasst vier Modelle mit zwei beziehungsweise vier Kanälen und Bandbreiten zwischen 350 MHz und 1 GHz. Alle Modelle arbeiten mit mindestens fünffachem Oversampling.
Für die Übertragung und Abspeicherung von Screenschots, Setups und Signaldaten sind die Geräte an der Frontseite mit je einem USB- und CompactFlash-Anschluss ausgestattet. Über USB lassen sich die Oszilloskope auch an einen PC anschließen; hierzu gibt es eine Software, die Tektronix gemeinsam mit National Instruments entwickelt hat und die auf Basis der USB Test and Measurement Class (USBTMC) dem PC automatisch die Konfigurationsdaten des Messgeräts mitteilt.
Auf PC-ähnliche Merkmale in den Oszilloskopen hat Tektronix dagegen zugunsten einer schnellen Betriebsbereitschaft ohne umständliches Booten und hoher Betriebssicherheit verzichtet. "Klein Touchscreen, kein Windows", erläutert Marketing-Manager Spyros Lazaris.
Die Geräte kosten laut US-Listenpreis zwischen 7000 und 14 000 Dollar und sind ab sofort lieferbar.
Weitere Informationen: www.tektronix.com