MÜNCHEN Für Messungen an schnellen digitalen Schaltungen und Systemen hat Tektronix eine Familie neuer Oszilloskope und Tastköpfe auf den Markt gebracht. Die Messgeräte bieten Bandbreiten bis zu 20 GHz auf vier Kanälen gleichzeitig.
Die Produktfamilie DSA70000 besteht aus drei Geräten, die sich durch ihre Bandbreite - ja nach Ausführung 12,5 bis 20 GHz - und Ausstattung unterscheiden. Mit den Oszilloskopen will Tektronix die Bedürfnisse bei Messungen in Entwicklungalabors, bei der Produktintegration oder im Prüffeld bedienen - etwa an schnellen seriellen Bussen wie PCI Express oder Sata III. Um in derartig komplexen Messumgebungen einen Nutzen zu bieten, hat der Hersteller den Geräten Abtastraten bis zu 50 Gigasamples pro Sekunde und Speichertiefen von 200 Megabit angedeihen lassen.
Zur Aussattung gehören Softwaretools für Abnahmetestes, für Jitter- und Timing-Analysen sowie ein Satz an standardspezifischen parametrischen Messungen. Darüber hinaus steht optional eine umfangreiche Softwarebibliothek für automatisierte Messungen zur Verfügung. Damit lassen sich schnelle Pass/Fail-Analysen durchführen, so dass beim Einsatz im Prüffeld ein hoher Durchsatz erreicht werden kann.
Den neuen Oszilloskopen hat der Hersteller auch ein eigenes Sortiment an Tastköpfen auf den Leib geschneidert; laut Anbieter handelt es sich dabei um die schnellsten aktiven Differenztastköpfe auf dem Weltmarkt. Die Modelle P7513 und P7516 unterscheiden sich durch ihre Bandbreite (13 beziehungsweise 16 GHz). Sie sollen in der Lage sein, auch die dritte Harmonische eines 10-Gbit/s-Signals noch ausreichend genau für Fehlersuche und Validierungen zu erfassen.
Die ersten Exemplare der neuen Oszilloskope sollen noch im Laufe des ersten Quartals an die Kunden ausgeliefert werden. Die Preise orientieren sich an ihren anspruchsvollen Zielanwendungen: Je nach Ausführung kosten sie zwischen 81.200 und 91.300 Euro.
Weitere Informationen: www.tektronix.com